Claus Gunti (PhD) ist Kunsthistoriker, Autor und Kurator und lebt in Lausanne. Er ist Dozent an der Hochschule für Kunst und Design Lausanne (ECAL) und Koordinator am Centre de la photographie Genève. Seine Forschung konzentriert sich auf die Überschneidung von Kunst und Technologie und neue Formen fotografischer Praktiken, mit einem besonderen Interesse für die Schnittstelle zwischen „Realität“ und virtuellen Räumen.
Soft Photography ist ein Forschungsprojekt, das vom Masterstudiengang Fotografie der ECAL/Ecole cantonale d'art de Lausanne durchgeführt wird (2025-2027). Es hinterfragt die Rolle menschlicher Emotionen bei der Wahrnehmung und Gestaltung von Bildern, die mithilfe von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) oder computergenerierter Bildgebung (CGI) erstellt werden. Derzeit schreibt er auch ein Buch über materialisierte Fotografie für die Buchreihe Superscripte.
Sein Buch Digital Image Systems erschien 2020, 2021 gab er zusammen mit Milo Keller und Florian Amoser das Buch Automated Photography heraus, das auch als Ausstellung in Europa und Asien gezeigt wurde. Er hat zahlreiche Texte über zeitgenössische Schweizer Künstler und Fotografen verfasst, vor allem für das SIKART-Lexikon und für zahlreiche Fotobücher und Kataloge. Verschiedene Texte über KI- und CGI-Projekte sind im Foam Magazine #66 erschienen. Making Light of Every Thing, eine mit Danaé Panchaud kuratierte Ausstellung, die sich mit Intimität und Bildherstellungsprozessen befasst, war im Frühjahr 2024 im Centre de la photographie Genève zu sehen.